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Reisebedingungen von Eurostar – Touristik GmbH

Allgemeine Reisebedingungen

Sehr geehrte Kunden,

die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart,
Inhalt des zwischen Ihnen und EuroStar-Touristik GmbH nachstehend
„EuroStar“ abgekürzt, im Buchungsfall zustande kommenden
Reisevertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der
§§ 651a-m BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und die Informationsvorschriften
für Reiseveranstalter gemäß §§ 4 - 11 BGB-InfoV (Verordnung
über Informations- und Nachweispflichten nach bürgerlichem
Recht) und füllen diese aus.

Bitte lesen Sie diese Reisebedingungen vor Ihrer Buchung sorgfältig
durch!

1. Abschluss des Reisevertrages, Verpflichtungen des Kunden
1.1. Für alle Buchungswege gilt:
a) Grundlage des Angebots von EuroStar und der Buchung des
Kunden sind die Beschreibung des Pauschalangebots und die ergänzenden
Informationen in der Buchungsgrundlage soweit diese
dem Kunden bei der Buchung vorliegen.

b) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Buchung
ab, so liegt ein neues Angebot von EuroStar vor. Der Vertrag kommt
auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde
die Annahme durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder
Restzahlung oder die Inanspruchnahme der Reiseleistungen erklärt.

1.2. Der Kunde haftet für alle vertraglichen Verpflichtungen von
Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für seine eigenen,
soweit er eine entsprechende Verpflichtung durch ausdrückliche
und gesonderte Erklärung übernommen hat.

1.3. Für mündliche, telefonische, schriftliche, per E-Mail oder per
Telefax übermittelte Buchungen gilt:

a) Solche Buchungen (außer mündliche und telefonische) sollen mit
dem Buchungsformular von EuroStar erfolgen (bei E-Mails durch
Übermittlung des ausgefüllten und unterzeichneten Buchungsformulars
als Anhang). Mit der Buchung bietet der Kunde EuroStar
den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an. An die Buchung
ist der Kunde 7 Tage gebunden.

b) Der Vertrag kommt mit dem Zugang der Buchungsbestätigung
von EuroStar beim Kunden zustande. Sie bedarf keiner bestimmten
Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird EuroStar
dem Kunden eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln. Hierzu
ist EuroStar nicht verpflichtet, wenn die Buchung durch den Kunden
weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn erfolgt.

1.4. Bei Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr gilt für
den Vertragsabschluss:

a) Dem Kunden wird der Ablauf der Onlinebuchung im entsprechenden
Internetauftritt von EuroStar erläutert.

b) Dem Kunden steht zur Korrektur seiner Eingaben, zur Löschung
oder zum Zurücksetzen des gesamten Onlinebuchungsformulars
eine entsprechende Korrekturmöglichkeit zur Verfügung, deren
Nutzung erläutert wird. Die zur Durchführung der Onlinebuchung
angebotenen Vertragssprachen sind angegeben.

c) Mit Betätigung des Buttons (der Schaltfläche) „zahlungspflichtig
buchen“ bietet der Kunde EuroStar den Abschluss des Reisevertrages
verbindlich an. An dieses Vertragsangebot ist der Kunde 4 Tage
ab Absendung der elektronischen Erklärung gebunden.

d) Dem Kunden wird der Eingang seiner Buchung unverzüglich auf
elektronischem Weg bestätigt.

e) Die Übermittlung der Buchung durch Betätigung des Buttons
„zahlungspflichtig buchen“ begründet keinen Anspruch des Kunden
auf das Zustandekommen eines Reisevertrages entsprechend
seiner Buchungsangaben. EuroStar ist vielmehr frei in der Entscheidung,
das Vertragsangebot des Kunden anzunehmen oder nicht.

f) Der Vertrag kommt durch den Zugang der Reisebestätigung von
EuroStar beim Kunden zu Stande.

g) Erfolgt die Reisebestätigung sofort nach Vornahme der Buchung
des Kunden durch Betätigung des Buttons „zahlungspflichtig buchen“
durch entsprechende unmittelbare Darstellung der Reisebestätigung
am Bildschirm, so kommt der Reisevertrag mit Zugang
und Darstellung dieser Reisebestätigung beim Kunden am Bildschirm
zu Stande, ohne dass es einer Zwischenmitteilung über den
Eingang seiner Buchung nach f) bedarf. In diesem Fall wird dem
Kunden die Möglichkeit zur Speicherung und zum Ausdruck der
Reisebestätigung angeboten. Die Verbindlichkeit des Reisevertrages
ist jedoch nicht davon abhängig, dass der Kunde diese Möglichkeiten
zur Speicherung oder zum Ausdruck tatsächlich nutzt.
EuroStar wird dem Kunden zusätzlich eine Ausfertigung der Reisebestätigung
per E-Mail, E-Mail-Anhang, Post oder Fax übermitteln

1.5. EuroStar weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften
(§§ 312 Abs. (2) Ziff. 4, 312g Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB)
bei Verträgen über Reiseleistungen nach § 651a BGB (Pauschalreiseverträge)),
die im Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe,
Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst versendete Nachrichten
(SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden,
kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich die gesetzlichen
Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere das Rücktrittsrecht
gemäß § 651i BGB (siehe hierzu auch Ziff. 4). Ein Widerrufsrecht
besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen
nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden
ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der
Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des
Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht ein
Widerrufsrecht ebenfalls nicht. Der vorstehende Hinweis gilt auch,
soweit mit EuroStar Unterkunftsleistungen (z.B. Hotelzimmer) oder
Flugleistungen abgeschlossen werden bei denen EuroStar nicht
Vermittler, sondern unmittelbarer Vertragspartner des Kunden/Reisenden
ist.

2. Bezahlung
2.1. Nach Vertragsabschluss und nach Aushändigung des Sicherungsscheines
gemäß § 651k BGB wird eine Anzahlung in Höhe
von 20 % des Reisepreises zur Zahlung fällig. Die Restzahlung wird
30 Tage vor Reisebeginn zur Zahlung fällig, sofern der Sicherungsschein
übergeben ist und die Reise nicht mehr aus dem in Ziffer 6
genannten Grund abgesagt werden kann.

2.2. Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine
Übernachtung ein und übersteigt der Reisepreis pro Kunden € 75,-
nicht, so werden Anzahlung und Restzahlung mit Vertragsschluss
ohne Aushändigung eines Sicherungsscheines zahlungsfällig.

2.3. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung
nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsfälligkeiten, obwohl
EuroStar zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen
Leistungen bereit und in der Lage ist und kein gesetzliches oder
vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden besteht, so ist
EuroStar berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag
zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß
Ziffer 4 zu belasten.

3. Preiserhöhung
3.1. EuroStar behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten
Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben
für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren
oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden
Wechselkurse entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen zu
ändern:

3.2. Eine Erhöhung des Reisepreises ist nur zulässig, sofern zwischen
Vertragsabschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr
als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände
vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsabschluss
für EuroStar nicht vorhersehbar waren.

3.3. Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden
Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so
kann EuroStar den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden
Berechnung erhöhen:

a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann EuroStar
vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.

b) Anderenfalls werden die vom Beförderungsunternehmen pro
Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten
durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels
geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz
kann EuroStar vom Kunden verlangen.

3.4. Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden
Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren gegenüber EuroStar
erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen
Betrag heraufgesetzt werden.

3.5. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Reisevertrages
kann der Reisepreis in dem Umfange erhöht werden, in
dem sich die Reise dadurch für EuroStar verteuert hat.

3.6. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat
EuroStar den Kunden unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund
zu informieren. Preiserhöhungen sind nur bis zum 21.
Tag vor Reisebeginn eingehend beim Kunden zulässig. Bei Preiserhöhungen
von mehr als 5 % ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren
vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer
mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn EuroStar in
der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus
ihrem Angebot anzubieten. Der Kunde hat die zuvor genannten
Rechte unverzüglich nach der Mitteilung von EuroStar über die
Preiserhöhung gegenüber EuroStar geltend zu machen.

4. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn/Stornokosten
4.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten.
Der Rücktritt ist gegenüber EuroStar unter der nachfolgend
angegebenen Anschrift zu erklären. Falls die Reise über einen
Reisevermittler gebucht wurde, kann der Rücktritt auch diesem gegenüber
erklärt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt
schriftlich zu erklären.

4.2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise
nicht an, so verliert EuroStar den Anspruch auf den Reisepreis.
Stattdessen kann EuroStar, soweit der Rücktritt nicht von ihr zu
vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene
Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen
und ihre Aufwendungen in Abhängigkeit von dem
jeweiligen Reisepreis verlangen.

4.3. EuroStar hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt,
d. h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes
des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem
prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der
Berechnung der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen
und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der
Reiseleistungen berücksichtigt. Die Entschädigung wird nach dem
Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung des Kunden wie
folgt berechnet:

a) Busreisen
Nach dem jederzeit möglichen Rücktritt ist der Reisende verpflichtet,
grundsätzlich pauschal folgende Entschädigungen zu
zahlen: Erfolgt der Rücktritt:
bis 30 Tage vor Reisebeginn 15 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 21 Tage vor Reisebeginn 20 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 14 Tage vor Reisebeginn 35 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 7 Tage vor Reisebeginn 50 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 3 Tage vor Reisebeginn 65 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 1 Tag vor Reisebeginn 70 % des Gesamtreisepreises pro Person,
und bei Nichtantritt der Reise fallen 75% des Gesamtreisepreises pro
Person als Stornokosten an.

b) Schiffsreisen
Nach dem jederzeit möglichen Rücktritt ist der Reisende verpflichtet,
grundsätzlich pauschal folgende Entschädigungen zu zahlen:
Erfolgt der Rücktritt:
bis 45 Tage vor Reisebeginn 30 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 30 Tage vor Reisebeginn 50 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 15 Tage vor Reisebeginn 60 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 1 Tag vor Reisebeginn 80 % des Gesamtreisepreises pro Person, ab
dem Tag des Reiseantritts bzw. bei Nichtantritt der Reise fallen 90 %
des Gesamtreisepreises pro Person als Stornokosten an.

c) Flugreisen
Nach dem jederzeit möglichen Rücktritt ist der Reisende verpflichtet,
grundsätzlich pauschal folgende Entschädigungen zu zahlen:
Erfolgt der Rücktritt:
bis 45 Tage vor Reisebeginn 20 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 30 Tage vor Reisebeginn 35 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 15 Tage vor Reisebeginn 50 % des Gesamtreisepreises pro Person,
bis 1 Tag vor Reisebeginn 75 % des Gesamtreisepreises pro Person, ab
dem Tag des Reiseantritts bzw. bei Nichtantritt der Reise fallen 90 %
des Gesamtreisepreises pro Person als Stornokosten an.

d) Reisen in Verbindung mit Eintrittskarten
Hier gelten die allgemeinen Stornierungsbedingungen „Busreisen“.
Für die Eintrittskarten sind vom Reisenden ab 8 Wochen vor Reisebeginn
90% des Kartenpreises zu zahlen, da diese nicht zurückgegeben
werden können. Wir bemühen uns, zusammenhängende
Karten zu bekommen, können dies aber nicht zusagen.

e) Maßgeblich für den Lauf der Fristen ist der Zugang der Rücktrittserklärung
beim Reiseveranstalter oder bei der Buchungsstelle.
Dem Reisenden wird der schriftliche Rücktritt empfohlen.

f) Dem Reisenden wird ausdrücklich der Nachweis gestattet, ein
Anspruch auf Entschädigung sei überhaupt nicht entstanden oder
die Entschädigung sei wesentlich niedriger als die Pauschale.

4.4. Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, EuroStar
nachzuweisen, dass diesem überhaupt kein oder ein wesentlich
niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihr geforderte Pauschale.

4.5. EuroStar behält sich vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen
eine höhere, konkrete Entschädigung zu fordern, soweit EuroStar
nachweist, dass EuroStar wesentlich höhere Aufwendungen als die
jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist
EuroStar verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung
der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen
Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und
zu belegen.

4.6. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651 b BGB einen
Ersatzteilnehmer zu stellen, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen
unberührt.

4.7. Dem Kunden wird der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung
sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten
bei Unfall oder Krankheit dringend empfohlen.

5. Umbuchungen
5.1. Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf Änderungen
hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des
Reiseantritts, der Unterkunft, der Beförderungsart oder des Zustiegoder
Ausstiegsorts bei Busreisen (Umbuchung) besteht nicht. Ist eine
Umbuchung möglich und wird auf Wunsch des Kunden dennoch
vorgenommen, kann EuroStar bis zu dem bei den Rücktrittskosten
genannten Zeitpunkt der zweiten Stornierungsstufe ein Umbuchungsentgelt
von € 25,- pro vom Kunden pro von der Umbuchung
betroffenen Reisenden erheben.

5.2. Umbuchungswünsche des Kunden, die nach Ablauf der Fristen
erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist,
www.eurostar-touristik.de INFORMATIONEN 123
nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 4.2 bis 4.5 zu
den dort festgelegten Bedingungen und gleichzeitiger Neuanmeldung
durchgeführt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen,
die nur geringfügige Kosten verursachen.

6. Rücktritt von EuroStar wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl
6.1. EuroStar kann bei Nichterreichen einer Mindestteilnehmerzahl
nach Maßgabe folgender Regelungen zurücktreten:

a) Die Mindestteilnehmerzahl und der späteste Zeitpunkt des
Rücktritts durch EuroStar müssen in der konkreten Reiseausschreibung
oder, bei einheitlichen Regelungen für alle Reisen oder bestimmte
Arten von Reisen, in einem allgemeinen Kataloghinweis
oder einer allgemeinen Leistungsbeschreibung angegeben sein.

b) EuroStar hat die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist
in der Reisebestätigung anzugeben oder dort auf die entsprechenden
Prospektangaben zu verweisen.

c) EuroStar ist verpflichtet, dem Reisenden gegenüber die Absage
der Reise unverzüglich zu erklären, wenn feststeht, dass die Reise
wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl nicht durchgeführt
wird.

d) Ein Rücktritt von EuroStar später als 30 Tage vor Reisebeginn ist
unzulässig.

6.2. Der Kunde kann bei einer Absage die Teilnahme an einer mindestens
gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn EuroStar in
der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus
ihrem Angebot anzubieten. Der Kunde hat dieses Recht unverzüglich
nach der Erklärung über die Absage der Reise durch EuroStar
dieser gegenüber geltend zu machen.

6.3. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgeführt, erhält
der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen unverzüglich
zurück.

7. Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen
7.1. EuroStar kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist
kündigen, wenn der Kunde ungeachtet einer Abmahnung von
EuroStar nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig
verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages
gerechtfertigt ist.

7.2. Kündigt EuroStar, so behält sie den Anspruch auf den Reisepreis;
sie muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen
sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die sie aus einer anderweitigen
Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung
erlangt, einschließlich der ihr von den Leistungsträgern gutgebrachten
Beträge.

8. Obliegenheiten des Kunden/Reisenden
8.1. Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung zur
Mängelanzeige ist bei Reisen mit EuroStar wie folgt konkretisiert:

a) Der Reisende ist verpflichtet, auftretende Mängel unverzüglich
der örtlichen Vertretung von EuroStar (Reiseleitung, Agentur) anzuzeigen
und Abhilfe zu verlangen.

b) Über die Person, die Erreichbarkeit und die Kommunikationsdaten
der Vertretung von EuroStar wird der Reisende spätestens mit
Übersendung der Reiseunterlagen informiert.

c) Ist nach den vertraglichen Vereinbarungen eine örtliche Vertretung
oder Reiseleitung nicht geschuldet, so ist der Reisende verpflichtet,
Mängel unverzüglich direkt gegenüber EuroStar unter der
nachstehend angegebenen Anschrift anzuzeigen.

d) Ansprüche des Reisenden entfallen nur dann nicht, wenn die
dem Reisenden obliegende Rüge unverschuldet unterbleibt.

8.2. Reiseleiter, Agenturen und Mitarbeiter von Leistungsträgern
sind nicht befugt und von EuroStar nicht bevollmächtigt, Mängel
zu bestätigen oder Ansprüche gegen EuroStar anzuerkennen.

8.3. Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt,
so kann der Kunde/Reisende den Vertrag kündigen. Dasselbe
gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus
wichtigem, EuroStar erkennbarem Grund nicht zuzumuten ist. Die
Kündigung ist erst zulässig, wenn EuroStar oder, soweit vorhanden
und vertraglich als Ansprechpartner vereinbart, ihre Beauftragten
(Reiseleitung, Agentur), eine ihnen vom Kunden/Reisenden bestimmte
angemessene Frist haben verstreichen lassen, ohne Abhilfe
zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die
Abhilfe unmöglich ist oder von EuroStar oder ihren Beauftragten
verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages
durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.

8.4. Bei Gepäckverlust, -beschädigung und -verspätung sind Schäden
oder Zustellungsverzögerungen bei Flugreisen vom Reisenden
unverzüglich an Ort und Stelle mittels Schadensanzeige der zuständigen
Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften können
die Erstattungen ablehnen, wenn die Schadensanzeige nicht ausgefüllt
worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gepäckverlust und
Gepäckbeschädigung binnen 7 Tagen, bei Verspätung innerhalb 21
Tagen nach Aushändigung, zu erstatten. Im Übrigen ist der Verlust,
die Beschädigung oder die Fehlleitung von Reisegepäck der von
EuroStar angegebenen Stelle (siehe oben Ziffer 8.1b) und c)) anzuzeigen.

8.5. Der Kunde hat EuroStar zu informieren, wenn er die erforderlichen
Reiseunterlagen (z.B. Flugschein, Hotelgutscheine) innerhalb
der ihm von EuroStar mitgeteilten Frist nicht oder nicht vollständig
erhält.

9. Beschränkung der Haftung
9.1. Die vertragliche Haftung von EuroStar für Schäden, die nicht
aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit resultieren,
ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,

a) soweit ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob
fahrlässig herbeigeführt wird oder

b) soweit EuroStar für einen dem Reisenden entstehenden Schaden
allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich
ist. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche
nach dem Montrealer Übereinkommen bzw. dem Luftverkehrsgesetz
bleiben von dieser Haftungsbeschränkung unberührt.

9.2. EuroStar haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und
Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen,
die als Fremdleistungen
lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen,
Theaterbesuche, Ausstellungen, Beförderungsleistungen
von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese
Leistungen in der Reiseausschreibung und der Reisebestätigung
ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners
als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass
sie für den Kunden/Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen
von EuroStar sind. EuroStar haftet jedoch für Leistungen,
welche die Beförderung des Kunden/Reisenden vom ausgeschriebenen
Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort,
Zwischenbeförderungen während der Reise und die Unterbringung
während der Reise beinhalten, und/oder wenn und insoweit für einen
Schaden des Kunden/Reisenden die Verletzung von Hinweis-,
Aufklärungs- oder Organisationspflichten von EuroStar ursächlich
geworden ist. Eine etwaige Haftung von EuroStar aus der Verletzung
von Vermittlerpflichten bleibt durch die vorstehenden Bestimmungen
unberührt.

10. Geltendmachung von Ansprüchen, Adressat, Ausschlussfristen,
Information über Verbraucherstreitbeilegung

10.1. Ansprüche nach den §§651c bis f BGB hat der Kunde/Reisende
innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen
Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend zu machen. Die Frist
beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes
folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort
staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen
Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste
Werktag.

10.2. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber EuroStar
unter der nachfolgend angegebenen Anschrift erfolgen.
Nach Ablauf der Frist kann der Kunde Ansprüche nur geltend machen,
wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert
worden ist.

10.3. Die Frist nach Ziff. 10.1 gilt auch für die Anmeldung von
Gepäckschäden oder Zustellungsverzögerungen beim Gepäck im
Zusammenhang mit Flügen gemäß Ziffer 8.4., wenn Gewährleistungsrechte
aus den §§ 651 c Abs. 3, 651 d, 651 e Abs. 3 und 4
BGB geltend gemacht werden. Ein Schadensersatzanspruch wegen
Gepäckbeschädigung ist binnen 7 Tagen, einen Schadensersatzanspruch
wegen Gepäckverspätung binnen 21 Tagen nach Aushändigung
geltend zu machen.

10.4. EuroStar weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung
darauf hin, dass bei Drucklegung dieser Reisebedingungen
dieses Gesetz noch nicht mit allen Vorschriften in Kraft
getreten war. EuroStar nimmt nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung
teil. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung
nach Drucklegung dieser Reisebedingungen für EuroStar verpflichtend
würde, informiert EuroStar die Verbraucher hierüber in geeigneter
Form. EuroStar weist für alle Reiseverträge, die nach Ziffer 1.4 im elektronischen
Rechtsverkehr geschlossen wurden, ab dem 15.02.2016
auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform http://ec.europa.
eu/consumers/odr/ hin.

11. Verjährung
11.1. Ansprüche des Kunden/Reisenden nach den §§ 651c bis f
BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,
die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung
von EuroStar oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen
von EuroStar beruhen, verjähren in zwei Jahren. Dies gilt
auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer
vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von EuroStar
oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von EuroStar
beruhen.

11.2. Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB verjähren
in einem Jahr.

11.3. Die Verjährung nach Ziffer 11.1 und 11.2 beginnt mit dem
Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt. Fällt der letzte
Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungsort staatlich
anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt
an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

11.4. Schweben zwischen dem Kunden/Reisenden und EuroStar
Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden
Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde/
Reisende oder EuroStar die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert.
Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende
der Hemmung ein.

12. Informationspflichten über die Identität des ausführenden
Luftfahrtunternehmens

12.1. EuroStar informiert den Kunden bei Buchung entsprechend
der EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die
Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens vor oder spätestens
bei der Buchung über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft(
en) bezüglich sämtlicher im Rahmen der gebuchten
Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen.

12.2. Steht/stehen bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft(
en) noch nicht fest, so ist EuroStar verpflichtet, dem Kunden
die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die
wahrscheinlich den Flug durchführen wird bzw. werden. Sobald
EuroStar weiß, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt, wird
EuroStar den Kunden informieren.

12.3. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft
genannte Fluggesellschaft, wird EuroStar den Kunden unverzüglich
und so rasch dies mit angemessenen Mitteln möglich ist, über den
Wechsel informieren.

12.4. Die entsprechend der EG-Verordnung erstellte „Black List“
(Fluggesellschaften, denen die Nutzung des Luftraumes über den
Mitgliedstaaten untersagt ist.), ist auf den Internet-Seiten von EuroStar
oder direkt über
http://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban/index_
de.htm abrufbar und in den Geschäftsräumen von EuroStar einzusehen.

13. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
13.1. EuroStar wird Staatsangehörige eines Staates der Europäischen
Union, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen
von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss
sowie über deren evtl. Änderungen
vor Reiseantritt
unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige
Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten
in der Person des Reisenden und eventueller Mitreisender
(z.B. Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.

13.2. Der Kunde ist verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen
der behördlich notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche
Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften.
Nachteile, die aus der Nichtbeachtung
dieser Vorschriften
erwachsen, z. B. die Zahlung von Rücktrittskosten, gehen zu seinen
Lasten. Dies gilt nicht, wenn EuroStar nicht, unzureichend oder
falsch informiert hat.

13.3. EuroStar haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den
Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung,
wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei
denn, dass EuroStar eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

14. Rechtswahl- und Gerichtsstandsvereinbarung
14.1. Für Kunden/Reisende, die nicht Angehörige eines Mitgliedstaats
der Europäischen Union oder Schweizer Staatsbürger sind,
wird für das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem
Kunden/Reisenden und EuroStar die ausschließliche Geltung des
deutschen Rechts vereinbart. Solche Kunden/Reisende können EuroStar
ausschließlich an deren Sitz verklagen.

14.2. Für Klagen von EuroStar gegen Kunden bzw. Vertragspartner
des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen
oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz
oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren
Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung
nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz von EuroStar
vereinbart.

Reiseveranstalter ist:
Firma EuroStar-Touristik GmbH
Geschäftsführer Hermann Meyering
Handelsregister HRB 100 287 AG Osnabrück
Straße Emsufer 9
PLZ / Ort 49808 Lingen
Telefon (0591) 911 0 20 0
Telefax (0491) 911 0 20 64
E-Mail info@eurostar-touristik.de
© Diese Reisebedingungen sind urheberrechtlich geschützt;
Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e. V. und
Noll & Hütten Rechtsanwälte, Stuttgart | München, 2010-2016

Stand dieser Fassung: Juni 2017

aktualisiert durch Reisebus24.de am 15.08.2017