DRUCKEN

Reisebedingungen von NRS gute Reise Gmbh & Co. KG

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Reisevertragsbedingungen

16. Auflage
Nürnberg, März 2015

Grundlage für die vertraglichen Reiseleistungen sind die Beschreibungen in unseren Prospekten. Änderungen der Prospektangaben und die Vereinbarung abweichenderLeistungen sind ausdrücklich vorbehalten; maßgeblich sind die Angaben in der Reisebestätigung. Für die von uns veranstalteten Reisen gelten nachfolgende Reisevertragsbedingungen. Für Reisen anderer Veranstalter (z.B. Geldhauser Reisen) gelten deren Reisevertragsbedingungen.

A Preise und Leistungen
Soweit in den Reiseausschreibungen in unseren Prospekten nichts anderes angegeben ist, gelten folgende Punkte:

1) Die in unseren Prospekten angegebenen Preise gelten jeweils für 1 Person in € und schließen die Prämie für eine Insolvenzschutz-Versicherung (s. Ziff. 6) ein, sowie:

a) bei Ferienzielreisen: Beförderung mit dem gewählten Verkehrsmittel und evtl. Anschlußfahrt mit ortsüblichen Verkehrsmitteln zum Zielort, je nach Buchung Unterkunft und Frühstück, bzw. Halb- oder Vollpension in der gebuchten Kategorie, sowie Ortsreiseleitung bzw. örtliche Betreuung einschl. Nebenkosten für Bedienung, Kurabgaben und Steuern. Die in unseren Prospekten angegebenen Reisezeiten müssen nicht mit örtlichen Saisonzeiten in den Zielorten übereinstimmen.

b) bei Bus-Rundreisen: Fahrt im Reisebus und sonstigen vorgesehenen Beförderungsmitteln, soweit eingeschlossen Reiseleitung, Stadtrundfahrten und Führungen (ohne Eintrittsgelder und ohne örtliche Fremdenführer); ferner Unterkunft und Verpflegung (wie jeweils angegeben) einschl. Bedienung, Kurabgaben und Steuern.

2) Verpflegung: Bei Abschluß von Halb- oder Vollpensionen werden die Hauptmahlzeiten in der Unterkunft oder in dem dafür bestimmten Lokal eingenommen. In der Regel erwartet Sie landesübliche Kost. Bei Halbpension beginnen die Leistungen gewöhnlich mit dem Abendessen des ersten und enden mit dem Frühstück des letzten Aufenthaltstages. 8-Tage-Reisen oder die Verlängerungswochen enthalten 7 Übernachtungen bzw. Verpflegungstage.

3) Sonderwünsche müssen schriftlich vereinbart werden, insbesondere wenn sie den Umfang der vertraglichen Leistungen verändern. Einzelzimmer sind trotz Aufpreises im Vergleich mit Doppelzimmern der gleichen Kategorie oft sehr klein und von minderer Qualität bzw. Ausstattung.

Dreibettzimmer sind oft Doppelzimmer mit einem zusätzlichen Bett (ohne Ermäßigung). “Zimmer mit Dusche/WC“ in unseren Leistungsbeschreibungen bedeutet u. U. auch das Vorhandensein einer Badewanne anstelle einer Dusche. Theater- und Musical-Karten: Plätze nebeneinander können
nicht garantiert werden.

4) Der Zimmerwechsel erfolgt üblicherweise mittags, d.h. dass für ankommende Gäste die Zimmer erst am Nachmittag zur Verfügung stehen. Am Abreisetag müssen die Zimmer noch vor Mittag geräumt werden, um diese für neue Gäste vorbereiten zu können.

5) Gepäck: In Ihrem eigenen Interesse und mit Rücksicht auf den beschränkten Gepäckraum der Busse bitten wir, sich nicht mit zu viel Gepäck zu belasten. Pro Person kann ein Reisekoffer normaler Größe und Handgepäck befördert werden (zus. max. 20 kg). Sperriges Gepäck und Geräte aller Art können nicht mitgeführt werden. Von der Beförderung ausgeschlossen sind sämtliche gefährliche Güter aller Art (z.B. Gasflaschen, entzündliche Flüssigkeiten usw.). Bitte kennzeichnen Sie Ihr Gepäck mit unseren Kofferanhängern. Wir empfehlen dringend den Abschluss einer kombinierten Reiseversicherung oder zumindest einer Reisegepäckversicherung. Die Beförderung von Tieren unterliegt Einschränkungen. Für die Einhaltung von behördlichen Vorschriften für das Mitführen von Tieren, insbesondere bei Auslandsreisen, ist jeder Reisende selbst verantwortlich.

6) Versicherung: Während der Fahrt im Bus sind unsere Gäste nach den gesetzlichen Bestimmungen versichert. Wir empfehlen Ihnen, in Ihrem Reisebüro eine auf Ihre persönlichen Wünsche abgestimmte Reiseversicherung abzuschließen, z.B.: „Reiseschutz-Paket“ der Europäischen
Reiseversicherung AG. Gemäß § 651 k BGB ist durch eine Insolvenzschutz-Versicherung sichergestellt, dass dem Reisenden der gezahlte Reisepreis, soweit Reiseleistungen infolge Zahlungsunfähigkeit oder Konkurses des Reiseveranstalters ausfallen, und notwendige Aufwendungen, die dem Reisenden infolge Zahlungsunfähigkeit oder Konkurses des Reiseveranstalters
für die Rückreise entstehen, erstattet werden.

7) Reiseweg: Wenn bei Fahrten auf der Autobahn in unseren Reisebeschreibungen als Richtungshinweis Ortsnamen angegeben werden, so bedeutet dies nicht, dass die betreffenden Orte aufgesucht werden.

8) Kinderermäßigungen: Kinder jeden Alters sind auf der Reiseanmeldung zu vermerken. Die Kosten am Zielort für Unterbringung und Verpflegung sind direkt an den Leistungsgeber zu zahlen. Kinder ab 4 Jahre erhalten bei den meisten unserer Ferienzielreisen Preisermäßigung gemäß unseren Preistabellen. Sie wird in der Regel nur dann gewährt, wenn es sich um eine zusätzliche Unterbringung in einem von mindestens 2 Personen voll bezahlten Zimmer handelt. Bei Bus-Rundreisen erhalten Kinder von 4 bis einschl. 14 Jahre eine Fahrpreisermäßigung von € 5,- je Reisetag. Wenn für Kinder Unterkunfts- und Verpflegungskosten nicht im Voraus bei uns bezahlt wurden, müssen diese an Ort und Stelle vereinbart und beglichen werden.

9) Verlängerungen bei Ferienzielreisen: Die genaue Dauer der Reise ist schon bei der Anmeldung anzugeben. Nachträgliche Verlängerungen am Zielort sind nur möglich, wenn freie Zimmer und Rückfahrplätze vorhanden sind und die
Kosten gemäß Preistabelle sogleich an die örtliche Reiseleitung bezahlt werden. Unsere schriftliche Zustimmung ist einzuholen.

10) Mindestteilnehmerzahl: Ist in der Beschreibung desReiseprospektes/ -kataloges ausdrücklich und in der Reisebestätigung auf eine bestimmte Mindestteilnehmerzahl und die Rücktrittserklärungsfrist hingewiesen, so kann der Veranstalter erklären, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht
erreicht und die Reise nicht durchgeführt wird. Der Veranstalter informiert den Reisenden über eine evtl. Reiseabsage bis spätestens 14 Tage vor Reisebeginn.

11) Die Omnibusreisen beginnen und enden in Nürnberg. Die angegebenen Rückkunftszeiten sind unverbindlich.
B Allgemeine Reisebedingungen

Die nachstehenden „Allgemeinen Reisebedingungen“ sind auf der Grundlage der Empfehlung des Deutschen Reisebüro-Verbandes erstellt und gelten für Verträge, die die Erbringung einer Gesamtheit von Reiseleistungen (Reise) im Sinne der §§ 651 a ff BGB durch den Reiseveranstalter NRS gute Reise GmbH & Co. KG zum Gegenstand haben.

1. Abschluss des Reisevertrages
Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Reiseveranstalter zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form.
Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluß wird der Reiseveranstalter dem Kunden die Reisebestätigung aushändigen. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Reisende innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme erklärt.

2. Bezahlung
a) Mit Vertragsschluss ist eine Anzahlung zu leisten. Die Anzahlung beträgt:
20% des Reisepreises Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet.

b) Die Restzahlung wird spätestens 2 Wochen vor Reisebeginn fällig, ohne dass es einer weiteren Zahlungsaufforderung bedarf.

c) Die Bestätigung über die Absicherung der Kundenzahlungen (Sicherungsschein gemäß § 651k BGB) wird bei Vertragsschluss übergeben. Dauert die Reise nicht länger als 24 Stunden, schließt sie keine Übernachtung ein und übersteigt der Reisepreis € 75,- nicht, so darf der volle Reisepreis auch ohne Aushändigung eines Sicherungsscheines verlangt werden.

3. Leistungen
Welche Leistungen vertraglich vereinbart sind, ergibt sich aus den Leistungsbeschreibungen im Prospekt und aus den hierauf bezugnehmenden Angaben in der Reisebestätigung. Der Reiseveranstalter behält sich jedoch ausdrücklich vor, noch vor Vertragsschluss eine Änderung der Prospektangaben zu erklären. Der Reiseveranstalter und der Reisende können vom Prospekt abweichende Leistungen vereinbaren.

4. Leistungs- und Preisänderungen
Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Evtl. Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Der Reiseveranstalter behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preise im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder eine Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse, in dem Umfang zu ändern, wie sich deren Erhöhung pro Person bzw. pro Sitzplatz auf den Reisepreis auswirkt, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen. Preisanpassungen können ebenso notwendig werden, wenn die vom Kunden gewünschte und im Prospekt ausgeschriebene Pauschalreise nur durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente nach Veröffentlichung des Prospektes verfügbar ist. Im Fall einer nachträglichen Änderung des Reisepreises oder einer Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat der Reiseveranstalter den Reisenden unverzüglich, spätestens jedoch 21 Tage vor Reiseantritt, davon in Kenntnis zu setzen. Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind nicht zulässig. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5 % oder im Falle einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, ohne Kosten vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat diese Rechte unverzüglich nach Erklärung des Reiseveranstalters über die Preiserhöhung bzw. Änderung der Reiseleistung diesem gegenüber geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Kunden, Umbuchungen, Ersatzpersonen
5.1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so wird der Reiseveranstalter Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen. Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendung von Reiseleistungen zu berücksichtigen. Soweit in der Beschreibung der jeweiligen Reise oder inder Reisebestätigung nicht anders angegeben ist, kann der Reiseveranstalter diesen Ersatzanspruch unter Berücksichtigung der nachstehenden Gliederung nach der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschalieren: bis 45 Tage vor Reisebeginn 10 % des Reisepreises

44. - 30. Tag vor Reisebeginn 20 % des Reisepreises
29. - 15. Tag vor Reisebeginn 35 % des Reisepreises
14. - 7. Tag vor Reisebeginn 50 % des Reisepreises

ab dem 6. Tag vor Reisebeginn 70 % des Reisepreises am Tag der Abreise oder bei Nichtantritt der Reise 80 % des Reisepreises. Der Preis nicht mehr verwertbarer Eintrittskarten wird diesen Kosten hinzugerechnet. Dem Reisenden bleibt es unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass ihm kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist, als die von ihm geforderte Pauschale. Bei Flugreisen und bei Reisen, die eine Schifffahrt beinhalten, gelten abweichende Rücktrittsbedingungen und -kosten.

5.2. Werden auf Wunsch des Kunden nach der Buchung Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart vorgenommen (Umbuchung), wird der Reiseveranstalter bis zum 22. Tag vor Reisebeginn bei Busreisen und bis zum 62. Tag vor Reiseantritt bei Flugpauschalreisen € 30,- Umbuchungsentgelt pro Reisenden erheben.

5.3. Bis zum Reiseantritt kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Bearbeitungsgebühr hierfür gemäß Ziff. 5.2. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der Reisende dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.

5.4. Im Falle eines Rücktritts kann der Reiseveranstalter vom Kunden die tatsächlich entstandenen Mehrkosten verlangen.

5.5. Storno-, d.h. Rücktrittskosten, Umbuchungs- und Bearbeitungsgebühren sind sofort fällig.

5.6. Vereinzelt gelten für bestimmte Reisen besondere Rücktritts- und Umbuchungsbedingungen, auf die dann bei der jeweiligen Reisebeschreibung hingewiesen ist. Die Bedingungen der Ziff. 5.1. bis 5.6. gelten auch bei unverschuldetem Rücktritt (z.B. wegen Erkrankung, Todesfall o.ä.). Es wird daher dringend empfohlen, gleich bei Anmeldung eine Reise-Rücktrittskostenversicherung abzuschließen.

6. Nicht in Anspruch genommene Leistungen Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen zwingenden Gründen nicht in Anspruch, so wird sich der Reiseveranstalter bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen. Am besten lassen Sie sich einen etwaigen Erstattungsanspruch durch die Reiseleitung bzw. den Leistungsgeber bestätigen.

7. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveranstalter
Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:

a) Ohne Einhaltung einer Frist, wenn der Reisende die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.

b) Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen oder behördlich festgelegten Mindestteilnehmerzahl. Die Erklärung, dass die Teilnehmerzahl nicht erreicht und die Reise nicht durchgeführt wird, muss dem Reisenden spätestens 14 Tage vor Reisebeginn zugegangen sein.

c) Wenn die Durchführung der Reise nach Ausschöpfungaller Möglichkeiten für den Reiseveranstalter deshalb nicht zumutbar ist, weil die ihm im Falle der Durchführung entstehenden Kosten eine Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf diese Reise, bedeuten würden. Wird die Reise aus Gründen b) oder c) abgesagt, so erhält der Kunde den auf die Reise eingezahlten Betrag ohne Abzug unverzüglich zurück.

8. Aufhebung des Vertrages wegen außergewöhnlicher Umstände
Wird die Reise infolge bei Vertragsschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag gekündigt, so kann der Reiseveranstalter für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Weiterhin ist der Reisever-anstalter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Reisenden zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last. Umstände, die in der Person eines Reisenden begründet sind (z.B. Erkrankung u.dgl.), gelten nicht als höhere Gewalt.

9. Haftung des Reiseveranstalters

9.1. Der Reiseveranstalter haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für die gewissenhafte Reisevorbereitung; die sorgfältige Auswahl und die Überwachung der Leistungsträger; die Richtigkeit der Beschreibung aller in den Prospekten angegebenen Reiseleistungen, sofern der Reiseveranstalter nicht gemäß Ziff. 3 vor Vertragsschluss eine Änderung der Prospektangaben erklärt hat; die ordnungsgemäße Erbringung der vereinbarten Reiseleistungen und für ein Verschulden der mit der Leistungserbringung betrauten Personen.

9.2. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Angaben in Fremdprospekten (z.B. Hotel-, Gebiets- oder Ortsprospekte), weil er auf deren Entstehung keinen Einfluss hat und deren Richtigkeit nicht überprüfen kann.

10. Gewährleistung

A) Abhilfe. Wird die Reise nicht vertragsmäßig erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen. Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Reiseveranstalter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleich oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.

B) Minderung des Reisepreises. Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise kann der Reisende eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen (Minderung). Der Reisepreis ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufs der Wert der Reise in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Reisende schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen.

C) Kündigung des Vertrages. Wird eine Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Reiseveranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Reisende im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen den Reisevertrag - in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen zweckmäßig durch schriftliche Erklärung - kündigen. Das selbe gilt, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird. Der Reisende schuldet dem Reiseveranstalter den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Reisepreises, sofern diese Leistungen für ihn von Interesse waren.

D) Schadenersatz. Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadenersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.

11. Beschränkung der Haftung
11.1. Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt
wird oder soweit der Reiseveranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

11.2. Für alle gegen den Reiseveranstalter gerichteten Schadenersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Reiseveranstalter bei Sachschäden bis 4000 Euro. Übersteigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise. Dem Reisenden wird in diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reiseunfall- oder Reisegepäckversicherung empfohlen.

11.3. Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt oder den Reiseunterlagen als vermittelt bezeichneten Fremdleistungen ist der Reiseveranstalter lediglich Reisevermittler. Bei diesen Reisevermittlungen ist eine vertragliche Haftung- außer bei Körperschäden - als Vermittler ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind, eine zumutbare Möglichkeit zum Abschluss einer Versicherung besteht oder zugesicherte Eigenschaften fehlen.
Der Veranstalter haftet insofern grundsätzlich nur für die Vermittlung, nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst.

11.4. Ein Schadenersatzanspruch gegen den Reiseveranstalter ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem
Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadenersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist.

12. Mitwirkungspflicht
Der Reisende ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, evtl. Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich dem Beauftragten des Reiseveranstalters (örtliche Reiseleitung bei Aufenthaltsreisen bzw. Reisebegleitung bzw. Fahrer bei Rundfahrten) zur Kenntnis zu geben. Diese sind beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Ist eine Reiseleitung nicht erreichbar, so müssen die Beanstandungen unverzüglich den Leistungsträgern und dem Reiseveranstalter mitgeteilt werden. Unterläßt es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen und war ihm die Anzeige zumutbar, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.

13. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter NRS gute Reise GmbH & Co. KG, Hallplatz 2, 90402 Nürnberg geltend zu machen. Dies sollte im eigenen Interesse unbedingt schriftlich geschehen. Zweckmäßigerweise sollten dabei etwaige Ansprüche durch eine Bestätigung der Reiseleitung oder des Leistungsträgers nachgewiesen werden. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist. Vertragliche Ansprüche des Reisenden verjähren in zwölf Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Reiseveranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

14. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften
Der Reiseveranstalter steht dafür ein, deutsche Staatsangehörige über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Für Angehörige anderer Staaten gibt das zuständige Konsulat Auskunft. Der Reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Reisende den Reiseveranstalter mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter die Verzögerung zu vertreten hat. Der Reisende ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen wenn sie durch eine schuldhafte Falsch- oder Nichtinformation des Reiseveranstalters bedingt sind.

15. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

16. Gerichtsstand
Der Reisende kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen. Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die nach Abschluß des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgebend.
Wichtige Hinweise für Auslandsreisen

Für die in unseren Reiseprogrammen angebotenen Auslandsreisen gilt:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für Reisen ins Ausland einen Reisepass, der grundsätzlich mindestens für die gesamte Reisedauer gültig sein muss; bei Reisen in manche Länder des früheren Ostblocks sogar mindestens 6-9 Monate (je nach Land) über das Reiseende hinaus. Kinder müssen im Reisepass der mitreisenden Eltern eingetragen sein oder einen eigenen Kinderpass/-ausweis mitführen. Soweit in der Reiseausschreibung nicht anders angegeben, genügt zum Grenzübertritt auch ein Personalausweis, der ebenfalls für die gesamte Reisedauer gültig sein muss. Die rechtzeitige Beschaffung der erforderlichen Ausweisdokumente ist Sache des Reisenden. Sofern Visa für einzelne Länder erforderlich sind, können diese gegen Kostenersatz durch uns besorgt werden. Wir geben gerne Auskunft.

Ausländer: Für Reisende, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, besteht größtenteils Visumpflicht, insbesondere wenn sie nicht aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) stammen. Diese Reisenden sind verpflichtet, sich selbst bei der für sie zuständigen offiziellen Vertretung (Botschaft, Konsulat) über die sie betreffenden Einreisebestimmungen zu erkundigen und die erforderlichen Reisedokumente und -visa selbst zu besorgen. Für Nachteile, die solchen Reisenden aus mangelhaften Reisedokumenten erwachsen, schließen wir für uns jegliche Haftung aus, insbesondere, wenn sie sich vor oder bei der Buchung uns gegenüber nicht als Ausländer zu erkennen geben. Der Reisende sollte sich rechtzeitig vor Reiseantritt über Infektions- und Impfschutz- sowie andere Prophylaxemaßnahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, wird verwiesen.

AGB als Pdf zum Download


aktualisiert durch Reisebus24.de am 13.09.2017